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Bodenbeläge aus Kork – vielseitig aber anspruchsvoll! Bodenbeläge aus Korkmaterialien erfreuen sich nach wie vor großer Beliebtheit – insbesondere bei privaten Endverbrauchern und Nutzern. Dies liegt zum einen sicherlich daran, dass es sich bei Korkmaterialien um Naturprodukte handelt. Zum anderen werden Korkbodenbeläge auch aufgrund ihrer technischen Eigenschaften geschätzt. Korkbodenbeläge sind hochwertige Produkte, die sich durch unterschiedliche Eigenschaften wie eine gute Wärmedämmung und ein ausgezeichnetes Trittschall-Absorptionsvermögen, aber auch Gebrauchstauglichkeit und Langlebigkeit auszeichnen. Ein weiterer Vorteil von Korkbodenbelägen ist, dass sie zu mehr als 90 % aus nachwachsenden Rohstoffen bestehen, so dass sie durchaus als ökologisch empfehlenswertes Erzeugnis bezeichnet werden können.Aber Korkbodenbeläge haben auch ihre Tücken. Insbesondere die korkeigenen typischen Eigenschaften wie Quell- und Schwindverhalten sowie Maßänderung/Schüsselung und das Resteindruckverhalten sind bei der Verarbeitung/Verlegung zu berücksichtigen, um letztendlich eine langlebige und gebrauchstüchtige Bodenbelagebene zu schaffen. Kork ist nicht gleich Kork! Im Wesentlichen werden bei Korkbodenbelägen 2 unterschiedliche Produktgruppen bzw. -arten unterschieden. Zum einen sind dies die traditionell fest und vollflächig auf dem Untergrund geklebten Korkfliesen, welche auch als „Korkparkett“ bezeichnet werden. Zum anderen sind da noch die Korkfertigfußböden zu nennen, welche auch als „Korkfertigparkett“ bezeichnet werden. Letztere sind entgegen dem Korkparkett zur schwimmenden Verlegung mit einer ringsum verlaufenden Nut- und Federverbindung vorgesehen. Ergänzend sind Presskorkplatten gemäß DIN EN 655 mit einer Polyvenylchlorid-Nutzschicht zu nennen.
Anforderungen an Korkbodenbeläge Selbstverständlich werden auch Korkbodenbeläge nach entsprechenden europäischen Normen spezifiziert. ♦ DIN EN 655 „Platten auf einem Rücken aus Presskork mit einer Polyvenylchlorid-Nutzschicht“, ♦ DIN EN 12104 „Elastische Bodenbeläge, Presskorkplatten – Spezifikation“, ♦ DIN EN 14085 „Elastische Bodenbeläge – Spezifikation für Fußbodenpaneele für lose Verlegung“.
In diesen EN-Normen sind die Anforderungen und Spezifikationen für die unterschiedlichen Korkbodenbeläge aufgeführt. Ergänzend macht es selbstverständlich Sinn, auch die einschlägigen und aktuellen Merkblätter der Fußbodenbranche, bezogen auf Korkbodenbeläge zu beachten. In diesem Zusammenhang ist insbesondere folgendes Merkblatt und Veröffentlichung zu nennen: ♦ „Das Kork-Logo“ – ein Qualitäts-Sicherungs-System für Korkbodenbeläge vom Deutschen Kork-Verband e.V. Ergänzend gelten selbstverständlich auch bei der Verlegung von Korkbodenbelägen die allgemeinen Normen und Merkblätter, insbesondere die DIN 18365 „Bodenbelagarbeiten“, die einschlägigen Merkblätter zur Beurteilung und Vorbereitung von Untergründen sowie die Verlegung von elastischen und textilen Bodenbelägen und natürlich die allgemein anerkannten Regeln des Fachs/der Technik. „Pro – Kontra – Kork“ Selbstverständlich gehen auch hinsichtlich von Korkbodenbelägen die Meinungen der Vor- und Nachteile auseinander. Dies ist bei einem so speziellen Produkt nicht anders zu erwarten. Korkbodenbeläge sind jedoch ein klassisches Beispiel dafür, wie Vor- und Nachteile parallel zueinander existieren können. Neben den vielen Vorteilen von Korkbodenbelägen sind für den Fachverleger bzw. Verarbeiter jedoch eine entsprechende Fachkenntnis über die materialspezifischen Eigenschaften von Korkmaterialien und die technologischen Anforderungen an die Verlegung erforderlich. Im Nachfolgenden werden einige Vor- und Nachteile von Korkbodenbelägen aufgeführt, ohne dass diese den Anspruch auf Vollständigkeit stellen: Vorteile von Korkbodenbelägen: ♦ große und langjährige Erfahrung im Umgang mit den Produkten, ♦ nachwachsender Rohstoff und somit ökologisch empfehlenswertes Produkt, ♦ bei fachgerechter Verlegung und korrekter Reinigung und Pflege sowie Einhaltung der üblichen raumklimatischen Bedingungen hohe Langlebigkeit, ♦ gute Wärmedämmeigenschaften, ♦ ausgezeichnetes Trittschall-Absorptionsvermögen, ♦ warme und behagliche Optik.
Diese Aufzählung einiger entscheidender Vorteile von Korkböden kann bereits vermitteln, dass es sich hierbei um durchaus zeitgemäße und je nach Einsatzbereich hervorragend geeignete Produkte handelt. Aufgrund dieser Eigenschaften dürfte jedoch auch klar sein, dass es sich bei Korkbodenbelägen um beratungsintensive Bodenbeläge handelt. „Nachteile“ von Korkbodenbelägen: Der Begriff „Nachteile“ mag in diesem Zusammenhang etwas „zweckentfremdet“ benutzt werden, da es sich bei den sogenannten „Nachteilen“ in erster Linie um materialspezifische/warentypische Eigenschaften von Korkbodenbelägen handelt, welche in Verbindung mit dem Naturprodukt gegeben sind und einen entsprechend sorgfältigen Umgang mit den Bodenbelägen erforderlich machen. Hinsichtlich der „Nachteile“ bzw. der warentypischen Eigenschaften sind insbesondere folgende Sachverhalte zu nennen: ♦ warentypisches Quell- und Schwindverhalten durch Feuchtezunahme oder -abnahme bei wechselnden raumklimatischen Bedingungen, ♦ Neigung zu Dimensionsänderungen/Verformungen bei extremen klimatischen Bedingungen, insbesondere bezogen auf die Luftfeuchtigkeit, ♦ materialtypischer Eigengeruch, insbesondere nach Neuverlegung, ♦ Natur bedingte Aufhellung bzw. Farbschwankungen von Korkbodenbelägen bei längerer und/oder intensiver Lichteinstrahlung, ♦ in Stuhlrollenbereichen sind geeignete Bodenschutzmatten empfehlenswert, ♦ Stühle/Möbel sind ggf. mit geeigneten Aufstandsflächen bzw. Gleitern in ausreichender Dimension auszustatten, ♦ vergleichsweise geringe Klassifizierungen von in aller Regel 31/32 (gewerblicher Bereich) im Gegensatz zu anderen elastischen Bodenbelägen.
Bei diesen als Beispiele aufgeführten „Nachteilen“ handelt es sich um materialspezifische und warentypische Eigenschaften von Korkmaterialien, welche auch bei Bodenbelägen nicht auszuschließen sind. Praxisbeispiele für materialspezifische oder anwendungstechnische bedingte Problemstellungen Die zuvor aufgeführten Sachverhalte und Informationen haben gezeigt, dass Korkmaterialien und insbesondere Korkbodenbeläge zwar eine Vielzahl von vorteilhaften Eigenschaften aufweisen, jedoch sowohl an den Verarbeiter als auch an den Nutzer gewisse Anforderungen stellen. Es sollte zunächst jedem Auftragnehmer Bodenbelagarbeiten klar sein, dass auch für Korkbodenbeläge immer eine schriftliche Reinigungs- und Pflegeanleitung für den jeweiligen Boden zu übergeben ist. Diese Reinigungs- und Pflegeanleitung stellt zum einen sicher, dass der Nutzer den Korkbodenbelag später korrekt und zweckmäßig reinigt und pflegt. Zum anderen ist diesen Reinigungs- und Pflegeanleitungen in aller Regel auch ein Hinweis auf die Einhaltung eines geeigneten Raumklimas zu entnehmen, um im Rahmen der Nutzung Schäden an den Korkbodenbelägen, insbesondere durch extremes Quell- und Schwindverhalten zu vermeiden bzw. auszuschließen. Weitergehend tut der Auftragnehmer Bodenbelagarbeiten bzw. der jeweilige Verkäufer gut daran, bereits im Rahmen der Kundenberatung den Auftraggeber/End-verbraucher über die speziellen materialspezifischen Eigenschaften der Korkbodenbeläge aufzuklären. Dies ist nicht nur wichtig, um sicherzustellen, dass ein zufriedener Kunde möglichst lange seinen schönen Korkfußboden nutzen kann. Die Aufklärung ist auch wichtig, um sich selbst gewährleistungstechnisch abzusichern, wenn durch Nutzung bedingte Beeinträchtigungen Schäden an Korkbodenbelagebenen entstehen. Einen wichtigen Punkt in der Kundenberatung für Korkbodenbeläge stellt auch die Oberflächenbehandlung dar. Auch Korkböden sind mit unterschiedlichen Oberflächen erhältlich, zu nennen sind hier lackierte und geölte sowie gewachste und gefärbte Oberflächen. Schon aus diesem Grund ist eine spezielle Reinigungs- und Pflegeanleitung für den jeweiligen Korkboden in jedem Fall erforderlich. Doch die Praxis wäre nicht die Praxis, wenn es nicht doch im Rahmen der Verarbeitung und Nutzung von Fall zu Fall zu Beeinträchtigungen von Korkbodenbelagebenen kommen würde. Aus den zuvor genannten Gründen werden an dieser Stelle noch einige Praxisbeispiele für Beeinträchtigungen von Korkbodenbelagebenen aufgeführt. Beispiel 1: In einem Einfamilienhaus wurde ein Korkparkett bzw. Korkbodenbelag aus Presskorkplatten mit lackierter Oberfläche vollflächig geklebt verlegt. Die Versiegelung des Korkbodens erfolgte vor Ort unter Verwendung eines entsprechenden Holz- und Parkettsiegels. Im Rahmen der laufenden Nutzung kam es zu „netzartigen“ Rissbildungen innerhalb der gesamten Versiegelungsschicht, wie die Bilder 1 und 2 zeigen.
Bild 1
Bild 2
Besonders intensiv waren diese „netzartigen“ Rissbildungen in stark frequentierten Bereichen, aber auch im Wirkungsbereich von Bürostühlen (Homeoffice) und einem Bürostuhl, welcher als „Schaukelstuhl“ konzipiert war, wie die Bilder 3 und 4 zeigen.
Bild 3
Bild 4
Aufgetreten sind die „netzartigen“ Rissbildungen jedoch auch in den Hauptlaufwegen und stark frequentierten Bereichen. Im Rahmen von labortechnischen Prüfmaßnahmen war feststellbar, dass der Korkboden grundsätzlich die Anforderungen an die Rohdichte und das Resteindruckverhalten für sämtliche Klassen (Klasse 21 bis 41) und somit an die DIN EN 12104 „Elastische Bodenbeläge, Presskorkplatten – Spezifikation“ erfüllt. Im Rahmen weiterer Prüfmaßnahmen war jedoch auch feststellbar, dass das verwendete Versiegelungsmaterial eine feste und dauerhafte Arretierung zum Korkboden hingehend aufweist und insbesondere ein übliches Verschleißverhalten zeigt. Unter Berücksichtigung der Prüfmaßnahmen und der Schadensbilder vor Ort kann ausgesagt werden, dass das Versiegelungsmaterial, bezogen auf die Elastizität, nicht optimal auf die elastischen Eigenschaften des Korkbodenbelages abgestimmt war. Im Rahmen der labortechnischen Prüfmaßnahmen konnte nachgestellt werden, dass die Kombination Presskorkplatten und Versiegelungsmaterial auch bei üblicher Belastung zu „netzartigen“ Rissbildungen führt. Hinsichtlich der Versiegelung von Presskorkbelägen empfiehlt sich also in jedem Fall, für das einzusetzende Versiegelungsmaterial eine entsprechende Herstellerempfehlung einzuholen.
Beispiel 2: In diesem Beispiel 2 wurde in einem Wohnhaus auf einer Gesamtgrundrissfläche von ca. 60 m² ein sogenannter „Korkfertigparkettboden“ schwimmend verlegt. Bereits nach wenigen Wochen/Monaten wurden in den neu versiegelten Räumen Oberflächenbeschädigungen des Korkfertigparkettbodens beanstandet. Insbesondere in den stark frequentierten Bereichen waren Ablösungen des Versigelungsmaterials und Beschädigungen der Korkoberfläche feststellbar, wie die Bilder 5 und 6 zeigen.
Bild 5
Bild 6
Bei den zur Rede stehenden Sachverhalten handelte es sich insbesondere um Beschädigungen der Nutzschicht des Korkfertigparkettbodens, welche aus einem Presskorkbodenbelag gemäß EN 12104 besteht. Bei dem zur Rede stehenden und beanstandeten Unregelmäßigkeiten in Form von Vertiefungen handelt es sich um eine „gewollte“ Oberflächenstruktur des Bodenbelages, welche den Naturcharakter des Korkbodens widerspiegeln soll und somit für eine strukturierte Oberfläche sorgt. Diese Sachverhalte sind jedoch dem Endverbraucher – da er ein Laie ist – zu erklären, da diese „gewollte“ Oberflächenstruktur selbstverständlich abweichende Anforderungen an die Reinigung und Pflege des Bodens während der laufenden Nutzung stellt. Beispiel 3: In einem Einfamilienhaus kam es an einem Korkfertigparkettboden zu Oberflächenschattierungen bzw. unterschiedlichen Glanzgraden. Der lackierte Korkboden weist werkseitig eine UV-gehärtete Acryllack-Versiegelung auf, welche im Rahmen der Herstellung in einem 3-fachen Auftrag aufgebracht wurde. Nach Verlegung der Korkfertigparkettebene wurden durch den Endverbraucher entsprechende Oberflächenschattierungen bzw. unterschiedliche Glanzgrade beanstandet, wie die Bilder 7 und 8 zeigen.
Bild 7
Bild 8
Entsprechende Reinigungsversuche haben ergeben, dass die unterschiedlichen Glanzgrade reinigungstechnisch nicht entfernbar sind, sonder vielmehr im Kork- und Versiegelungsmaterial begründet sind. Selbstverständlich handelt es sich hier um vom Hersteller verursachte Glanzgradunterschiede, welche jedoch auch durch die unterschiedlichen Korkoberflächen materialspezifisch bedingt sind. Es war jedoch auch feststellbar, dass die Glanzgradunterschiede bereits im Rahmen der Verlegung ohne weiteres erkennbar vorlagen. Insofern waren die Beeinträchtigungen der Korkfertigparkettebene vor Verlegung durchaus erkennbar und hätten entsprechend mit dem Auftraggeber/Endverbrau-cher besprochen werden können. Unabhängig davon spielen bei den optischen Beeinträchtigungen jedoch auch unterschiedliche Lichtverhältnisse eine Rolle, so dass die Sachverhalte letztendlich nicht zu einem Austausch des Korkfertigparkettbodens geführt haben. Beispiel 4: Das abschließende Beispiel 4 soll sich mit der handwerklichen Leistung bei der Verlegung/Verarbeitung von Korkböden, in diesem Fall einem Bodenbelag aus Presskorkplatten beschäftigen. Korkbodenbeläge zeigen im Vergleich zu anderen Bodenbelagsarten ein vergleichsweise „ungünstiges“ Resteindruckverhalten. Umso wichtiger ist im Rahmen der Verarbeitung, dass der Gesamtaufbau der Fußbodenkonstruktion korrekt gewählt und ausgeführt wird, um das Resteindruckverhalten im Rahmen der Nutzung durch Stühle, Möbel und Einrichtungsgegenstände etc. weitestgehend zu minimieren. Eine Verlegung von Korkbodenbelägen auf alten, vorhandenen elastischen Bodenbelägen und ein hieraus resultierender, sogenannter „Sandwich-Aufbau“ führt somit zwangsläufig zu einem erhöhten Resteindruckverhalten und sollte in der Praxis grundsätzlich vermieden werden. Eine Verlegung von Korkbodenbelägen auf alten CV-Bodenbelägen (mehrlagig), wie auf Bild 9 dargestellt ist grundsätzlich auszuschließen.
Bild 9 Korkbodenbeläge sind feuchtigkeitsempfindlich. Darum sollten Korkbodenbeläge nicht nass behandelt und nicht in Feucht-/Nass-räumen eingesetzt werden. Vorsicht geboten ist jedoch auch bei „Wasserentnahmestellen“, welche noch nicht korrekt installiert/angeschlossen sind. Bild 10 zeigt den Korkbodenbelag in einer Küche.
Bild 10
Deutlich ist zu erkennen, dass sich der Korkboden durch eine geringfügige Undichtigkeit der „Wasserentnahmestelle“ sofort verformt und vom Untergrund gelöst hat. Fugenbildungen sollten sowohl im Rahmen der Verlegung als auch durch ungeeignete raumklimatische Bedingungen bei Korkböden grundsätzlich vermieden werden. Fugen innerhalb von Korkbodenelementen, wie beispielhaft auf Bild 11 dargestellt, können im Rahmen der laufenden Unterhaltsreinigung und bei Feuchtigkeitsbelastung in kürzester Zeit zu Schäden an den Korkböden und insbesondere zu Ablösungen und Verformungen des Korkbodens führen.
Bild 11
Und abschließend ein Beispiel zu der Montage von Wandabschlussleisten bzw. Sockelleisten, welche ebenfalls aus den homogenen Korkmaterialien (Presskorkplatten) hergestellt wurden. Das Quell- und Schwindverhalten der Korkmaterialien findet selbstverständlich auch in den Bereichen der Wandabschlussleisten statt. Insofern ist es im Rahmen der Verarbeitung notwendig, dass auch die Wandabschlussleisten bzw. Sockelleisten eine feste und dauerhafte Arretierung zu den Wänden hingehend aufweisen. Dies geschieht selbstverständlich zum einen durch den Einsatz geeigneter Kontaktklebstoffsysteme. Zum anderen ist es jedoch auch wichtig, dass die Wandbereiche vor Montage der Korksockelleisten ausreichend trocken sind und eine zur Klebung der Sockelleisten geeignete Oberfläche aufweisen. Wie die abschließenden Bilder 12 und 13 zeigen, kann auch die Montage der Sockelleisten auf Tapeten- und Wandfarben und somit ungeeigneten Untergründen zu entsprechenden Fußbodenschäden führen.
Bild 12
Bild 13
Bezogen auf die Montage der Korksockelleisten muss in jedem Fall empfohlen werden, in den unteren Bereichen Wandfarben und Tapeten zu entfernen und geeignete Untergründe zur Klebung der Korksockelleisten zu schaffen.
FAZIT: Bei Korkbodenbelägen handelt es sich um Bodenbeläge aus nachwachsenden Rohstoffen, welche eine gute Ökobilanz aufweisen. Aus den zuvor genannten Gründen erfreuen sich Korkbodenbeläge beim Endverbraucher nach wie vor größter Beliebtheit. Weitergehend weisen Korkbodenbeläge/Korkmaterialien von Haus aus einige materialspezifische Eigenschaften auf, welche deutliche Vorteile gegenüber anderen Bodenbelagarten darstellen. Als Beispiele seien hier insbesondere die guten Wärmedämmeigenschaften und das ausgezeichnete Trittschall-Absorptionsvermögen genannt. Zusätzliche Unterlagsmaterialien sind bei speziellen Korkbodenkonstruktionen praktisch überflüssig. Neben den vielen Vorteilen sind jedoch auch die materialspezifischen und warentypischen Eigenschaften der Korkbodenbeläge zu berücksichtigen. Diese stellen zum einen eine erhöhte Anforderung an die Ausführung und Fachkenntnisse des Bodenlegers bzw. Raumausstatters. Zum anderen jedoch ist es erforderlich, den Nutzer/Endverbraucher im Rahmen der Kundenberatung auf den Korkboden „vorzubreiten“. Insbesondere an die Einhaltung der raumklimatischen Bedingungen und an eine zweckmäßige Reinigung und Pflege des Korkbodens sind hier besondere Anforderungen zu stellen, welche dem Endverbraucher als Information zur Verfügung gestellt werden müssen. Werden diese Sachverhalte berücksichtigt, so weisen Korkbodenbeläge eine hohe Langlebigkeit mit einer Vielzahl von zusätzlichen positiven Eigenschaften auf.
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